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Autarkes Haus

„Wohnwagon“, „Mini Chalet“, „Tiny House“ oder „Ökokapsel“.
Dem Wunsch einer stetig wachsenden Anzahl von Menschen nach Autarkie von launischen und abzockenden Stromanbietern, sowie nach Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und auch Wohnmobilität im Sinne eines modernen Nomadentums wird derzeit stärker und stärker Rechnung getragen. Kreative Ingenieure entwickeln kleine Wohneinheiten, die all diesen modernen Wünschen entsprechen und kurz davor sind, einerseits erschwinglich und andererseits wirklich bewohnbar zu sein. Wurden die ersten Prototypen autarker Häuser vor ein paar Jahren noch belächelt und boten obendrein ein katastrophales Kosten-Nutzen-Verhältnis, so sind dank steigender Nachfrage einige der fortschrittlichsten Entwickler gegenwärtig schon kurz vor der Serienproduktion und einer effektiven Vermarktung. Dabei kommt den Entwicklern vor Allem eine zunehmende Hinwendung der Menschen zu weniger Besitz, zur Konzentration auf das Wesentliche, zugute. Auch diverse Tendenzen am ohnehin für viele Arbeitnehmer schon eklatant prekären Arbeitsmarkt spielen den Erfindern kleiner, sich selbst versorgender Häuser in die Karten: Projektarbeit, unsichere Beschäftigungsverhältnisse mit wechselnden Strandorten und ohne feste Arbeitsverträge sorgen dafür, dass Deutschland mobil macht.

Natürlich ist es immer noch eine weit hergeholte Zukunftsvision, dass sich moderne Nomaden in Schrebergärten saisonweise mit ihren teilweise futuristisch anmutenden eco-homes treffen und auf Festnetztelefon, Wasseranschluss und Strom aus der Atomkraftsteckdose komplett verzichten. Aber ein paar Vordenker haben sich den Traum von der Autarkie schon erfüllt – und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, dass den in den vergangenen Jahrzehnten fest im Sattel sitzenden hoch bezahlten Konzernchefs dieser Branchen ein kalter, frischer Wind entgegenblasen wird.